Im Zuge des Brexit-Schocks und der damit verbundenen potentiellen wirtschaftlichen Risiken, steuert die Bank of England erstmals gegen. Nach sieben Jahren senkte diese den Leitzins um 25 Basispunkte auf den historischen Tiefstand von 0.25%. Ziel sei es, die Wirtschaft anzukurbeln. Dem BIP und dem Verbraucherindex zufolge hat dies auch funktioniert. Der Devisenexperte Jannis Raftopoulos zeigt sich skeptisch. „Das BIP mag zwar größtenteils positiv ausgefallen sein, doch wie sieht es mit Indikatoren aus, die in der Vergangenheit als Frühindikatoren für eine drohende Rezession fungiert haben? Entscheidende Indikatoren wären zum Beispiel das Geschäfts- und Konsumklima. Diese sind nämlich negativ ausgefallen.“

Doch wie wird sich die BoE in Zukunft verhalten? Einige Marktteilnehmer rechneten mit einem Strategiewechsel. Eine weitere Senkung von 15 Basispunkten wurde erwartet. Allerdings wurde diese Erwartung nicht erfüllt. Eine weitere Senkung könnte im November stattfinden. Auch in diesem Falle zeigt sich der Devisenexperte Jannis Raftopoulos skeptisch, „ Die BoE zeichnete sich durch Beständigkeit aus, ihr ganzes Schießpulver zu verbrauchen, scheint unwahrscheinlich.“ Abgesehen von der Zinssenkung kam es auch zu einer unerwarteten Ausweitung des Anleihekaufprogramms, welche weiteren Druck auf den Pfund ausübte.

Unter solchen Umständen eine Prognose zu stellen, ist eine Herausforderung. Expertenmeinungen scheiden sich. Jannis Raftopoulos zeigt sich ebenfalls vorsichtig, „ Die Zukunft des Pfunds geht Hand in Hand mit der politischen Zukunft. Die Lockerungen in der Geldpolitik macht eine weitere Abwertung des Pfunds wahrscheinlich.“

(Entlehnt aus dem Beitrag auf Cash.online. Den ausführlichen Artikel finden Sie hier: cash-online.de)